Thema Windkraft beim politischen Abend in Bockenem
gepostet am 22.11.2025

MdB Marcel Queckemeyer hält Vortrag vor ca. 100 Zuhörern u.a. aus Bockenem, Algermissen und etlichen Orten über die Windenergie und das „Repowering“

Der Vorstand des KV Hildesheim der AfD hatte sich entschlossen, den monatlichen „Stammtisch“ jetzt als „Politischen Abend“ zu bezeichnen. Vorstandsvorsitzender Mario Minkmar dazu: „Stammtische gibt es jetzt regional in mehreren Städten im Landkreis Hildesheim und werden von den dortigen Arbeitskreisen der AfD organisiert. Wenn ein monatlicher Stammtisch regelmäßig über 100 Gäste anzieht und die Tendenz steigend ist, ist die Bezeichnung „politischer Abend“ treffender.“

Als Referent war diesmal MdB M. Queckemeyer zu Gast, der als Obmann und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit ein Experte zum Thema Windkraft ist.

Er führte aus, das grade der Landkreis Hildesheim stark betroffen vom Windkraftausbau und „Repowering“, also dem Abreißen von älteren Windkraftanlagen (WKA) , ist, weil deren staatliche Förderungszeit von 20 Jahren vorbei und diese damit nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können, um dafür neue, größere WKA’s zu errichten und wieder staatliche Subventionen zu erhalten. Auch würden z. Zt. Genehmigungen für etliche ganz neue Windparks durch Gemeinde – und Samtgemeinderäte oder Stadträte „gepeitscht“ – ohne das es Zeit gibt, sich mit der Materie zu beschäftigen. Auch gilt heute – gesetzlich verankert – Klimaschutz vor Umwelt – und Denkmalschutz. Das heißt , dass auch in Naturschutzgebieten , Mooren und im Wattenmeer Windparks genehmigt werden könnten.

Er wies auf mangelhafte Rückbauvorschriften und Kontrollen hin, dazu nannte er zahllose Bespiele. Eines erschreckte die Zuhörer geradezu: In den WKA’s wird das hochgiftige Schwefelhexafluorid SF6 zur elektrischen Isolierung eingesetzt. Dieses stärkste bekannte Treibhausgas baut sich in der Atmosphäre erst nach ca. 3000 Jahren ab. Es soll beim Rückbau einer Gondel kontrolliert abgesaugt werden. Es kommt aber immer wieder vor, dass es bei Havarien in die Umwelt entweicht. Fassungslosigkeit, betretenes Schweigen und Kopfschütteln in der großen Runde.

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Umweltprobleme treten auch beim Betrieb der Offshore-Windparks auf: Die Flügel dieser Anlagen müssen, da sie sonst schnell korrodieren würden, permanent laufen. Deswegen ist bei älteren Windparks jede (!!) Anlage mit einem Dieselaggregat (Notstromaggregat) ausgerüstet, um bei Windstille den Rotor mit den Flügeln am drehen zu halten. Bei neueren Windparks sind das Aggregat auf der zentralen Konverterplattform installiert. Daher müssen diese auch betankt werden, natürlich mit Diesel. Grade bei unruhiger See geht da oft etwas daneben, was, je nach Menge, zu teilweise erheblichen Wasserverschmutzungen führt. Diese müssten zwar gemeldet werden, aber dies wird größtenteils nur bei unübersehbaren Verschmutzungen getan, kleiner Verschmutzungen werden „unter den Teppich“ gekehrt, wie Insider berichteten. Auch der der Verlust von Schmierstoffen ist bei allen WKA’s , ob Offshore oder an Land, ein Problem, da es immer einmal zu Undichtigkeiten kommt.

Queckemeyer beschwor geradezu die Anwesenden, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren, um dieses Kartell der Altparteien in den Kommunen aufzubrechen und in 2026 möglichst zahlreich in die kommunalen Räte einzuziehen, um weitere Genehmigungen für noch mehr WKA’s zu verhindern. Seine Worte blieben nicht ungehört:

Gleich 3 Gäste entschlossen sich vor Ort, der AfD beizutreten.

Trotz der teilweise unfassbaren Dinge bekam der Überbringer dieser schlechten Nachrichten, MdB M. Queckemeyer, Beifall und stand für die wirklich zahlreichen Fragen Rede und Antwort.

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Abschließend bedankte sich Vorstandsvorsitzender Mario Minkmar für den hochinteressanten Vortrag und die vielen Fragen der Anwesenden. Gleichzeitig bedauerte er auch, dass die Vorstände der Bürgerinitiativen der Region nicht an der Veranstaltung teilnahmen. Er wies aber gleichzeitig darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger aus vielen der vom Windkraftausbau geplagten Gemeinden sich nicht gescheut haben, lange Wege zum Veranstaltungsort in Kauf zu nehmen. Er rief diese auf, mit den Bürgerinitiativen Kontakt aufzunehmen und sich zu vernetzen.

Viele Bürgerinnen und Bürger saßen noch lange mit Vorstandsmitgliedern zusammen und diskutierten über das Gehörte, während MdB Queckemeyer die weite Heimreise ins Osnabrücker Umland antrat.

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