Rettungsdienst im Landkreis – Statistikkosmetik des SPD-Landrats
gepostet am 04.11.2026
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Die aktuelle Informationsvorlage IV/1262/XIX der Landkreisverwaltung Hildesheim zu den Hilfsfristen im Rettungsdienst (Januar bis September 2026) schlägt dem Fass den Boden aus. Während die Verwaltung um SPD-Landrat Bernd Lynack dreist von einer „deutlichen und nachhaltigen Verbesserung“ spricht und die Systemumstellung zum 1. Juli 2026 feiert, zeichnen die realen Zahlen ein verheerendes Bild des Versagens.

Der AfD-Kreisverband Hildesheim stellt sich hiermit vollumfänglich und uneingeschränkt hinter die berechtigte und schonungslose Kritik der Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst Hildesheim e.V. (AG Rettungsdienst)!

Die nackten Zahlen des Versagens

Die gesetzliche Zielvorgabe von 95 % Erreichungsquote wird im Landkreis Hildesheim weiterhin flächendeckend und fahrlässig verfehlt:

  • Tagsüber (07:00 – 17:00 Uhr): Die Gesamtquote liegt bei ungenügenden 87,07 %. 16 von 20 Kommunen scheitern an der Vorgabe – der schlechteste kommunale Wert liegt bei indiskutablen 51,61 %.
  • Nachts (17:00 – 07:00 Uhr): Hier sinkt die Quote sogar auf 84,41 %. Mindestens 16 Kommunen verfehlen das Ziel, mit einem absoluten Tiefpunkt von 46,15 %.

Dass die Verwaltung zudem klammheimlich die Auswertungszeiträume verschoben hat, um zwei einstige Tag-Stunden in die Nachtstatistik zu verlagern, riecht stark nach bewusster Statistikkosmetik. Wir schließen uns der Forderung der AG Rettungsdienst an: Alle Daten müssen für beide Zeitmodelle transparent auf den Tisch!

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Meik Hüpper im KT

Organisiertes Chaos auf Kosten der Patienten

Besonders alarmierend sind die Berichte über die veränderte Disposition seit dem 1. Juli 2026. Krankentransportwagen (KTW) werden zu echten Notfällen geschickt, während Notfalltransportwagen (NKTW) ohne die nötige Ausstattung zu hochkritischen Einsätzen wie Reanimationen oder schweren Verkehrsunfällen beordert werden. Extreme Anfahrtswege – wie von Alfeld nach Sarstedt – und unfassbare Anfahrtszeiten von rund 60 Minuten zu einer bewusstlosen Person sind die lebensgefährliche Konsequenz dieser Fehlplanung. Ein KTW ist kein Ersatz für einen Rettungswagen (RTW)! Das automatisierte Abfragesystem (SNA) degradiert erfahrene Disponenten zu reinen Befehlsempfängern und führt zu einer systematischen Herabstufung von Notfällen.

Wir betonen ausdrücklich: Die Schuld liegt nicht beim engagierten Rettungsdienst- und Leitstellenpersonal, sondern allein bei den politischen Entscheidungsträgern!

Appell an die CDU: Knicken Sie in einer möglichen Mehrheitsgruppe nicht ein!

In der Vergangenheit hat die CDU-Fraktion im Hildesheimer Kreistag – allen voran Herr Prior, der dem neuen Kreistag nicht mehr angehört – die AG Rettungsdienst und deren unbestrittene Fachkompetenz immer konsequent unterstützt. Demgegenüber stand stets die SPD mit ihrer alten Mehrheitsgruppe, die den Experten der AG Rettungsdienst die Fachlichkeit regelmäßig abgesprochen und gemauert hat.

Angesichts der aktuellen politischen Dynamik und einer möglichen neuen Mehrheitsgruppe aus CDU und SPD im Kreistag nehmen wir die CDU jetzt in die Pflicht:

Die CDU darf ihre bisherige, richtige Kritik am Rettungsdienst-Versagen nicht auf dem Altar einer Koalition mit der SPD opfern!

Wir fordern die CDU im Kreistag auf, standhaft zu bleiben, sich weiterhin schützend vor die AG Rettungsdienst zu stellen und die jahrelangen Forderungen der Experten in einer neuen Mehrheitsgruppe gegen die SPD durchzusetzen. Es darf kein „Weiter so“ unter SPD-Landrat Lynack geben, der die übergeordnete Verantwortung für die Erfüllung des gesetzlichen Sicherstellungsauftrages trägt.

Dass die Verwaltung nun – nach jahrelangem Blockieren – plötzlich erste Vorschläge der AG Rettungsdienst wie mobile Rettungswachen oder Anpassungen in Freden und Holle aufgreift, zeigt zwar, dass der Druck wirkt. Doch dieses späte Einlenken hat Monate gekostet, in denen die Versorgung der Bürger mangelhaft war.

Der gesetzliche Sicherstellungsauftrag ist keine freiwillige Aufgabe der Verwaltung, sondern Dienst am Bürger. Der AfD-Kreisverband Hildesheim wird weiterhin ganz genau hinschauen: Hier geht es um Menschenleben und nicht um das Schönreden von Statistiken für das SPD-geführte Kreishaus!

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