Schlagabtausch im Lamspringer Forum der Bürgermeister – kandidaten
gepostet am 26.08.2026
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AfD Kandidat Steffen Metzger behält kühlen Kopf gegen die Kandidaten der SPD und CDU


Es war eine echte Feuertaufe für Steffen Metzger: Vor einem mit vollbesetzten Saal im „HIAZ“-Forum Lamspringe stellte er sich am gestrigen Abend der Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten. Die Stimmung im Publikum war von Beginn an deutlich geprägt – die Ränge waren spürbar von Anhängern der etablierten Parteien SPD und CDU dominiert.

Arroganz vom SPD-Kandidaten

Schon im Verlauf der Debatte wurde klar, dass es kein einfaches Pflaster für den Neueinsteiger Metzger werden würde. Martin Hauk (SPD) und Matthias Nicht (CDU) begegneten Metzger mit spürbaren Vorbehalten, besonders fiel allerdings der SPD Bewerber mit eher unangebrachter Arroganz auf. Die Beiden schienen den Herausforderer der AfD zunächst nicht vollkommen ernst nehmen zu wollen.

Fachkompetenz bei kommunalpolitischen Detailfragen

Das änderte sich allerdings bei den Mitbewerbern, denn der AfD-Kandidat ließ bei seinem ersten großen Auftritt auf dieser Bühne nicht aus der Ruhe bringen, auch als die Moderatoren der Hildesheimer Zeitung auf den Zahn fühlten und alle Kandidaten mit spezifischen und detaillierten Fragen zur lokalen Kommunalpolitik konfrontierten.

Herr Metzger zeigte sich hervorragend vorbereitet: Zu jedem angesprochenen Thema konnte er fundiert Stellung beziehen und bewies, dass er mit den Problemen und Aufgaben der Gemeinde bestens vertraut ist. In den inhaltlichen Ausführungen hielt er dem Druck der Mitbewerber stand und bewegte sich absolut auf Augenhöhe mit den etablierten Kommunalpolitikern.

Mit Verwunderung reagierte BMK Steffen Metzger auf die Diskussion um seine Vorschläge zur Modernisierung der Gemeindeverwaltung. Seine Ideen zu Künstlicher Intelligenz, Dunkelverarbeitung und Robotik wurden als zu teuer und mit dem Hinweis abgetan, dass dadurch ohnehin keine Mitarbeiter ersetzt würden. Darauf entgegnete Metzger:

„Mir geht es überhaupt nicht darum, Mitarbeiter abzubauen. Im Gegenteil: Wir müssen unsere Beschäftigten von zeitaufwendigen Routineaufgaben entlasten und ihnen mehr Zeit für die Bürgerinnen und Bürger geben..“ Umso erstaunlicher sei für ihn, dass gleichzeitig Themen wie autonom fahrende Busse und digitale Assistenzsysteme im Auto als Zukunftstechnologien von Herrn Hauk und Herrn Nicht genannt würden. Diese seien wohl nicht noch teurer?

Gerade vor dem Hintergrund des beruflichen IT-Bezugs vom SPD – Kandidaten Hauk hätte Metzger bei diesem Thema von ihm mehr Offenheit erwartet: „Ich wünsche mir eine sachliche Prüfung: Was ist technisch möglich, was ist wirtschaftlich sinnvoll und wo können wir unsere Mitarbeiter tatsächlich entlasten? Genau darüber sollten wir sprechen – und nicht neue Ideen vorschnell abtun.“, entgegnete Metzger weiter.

Kritik hinter vorgehaltener Hand am CDU – Kandidaten

Die Kandidatur des CDU – Kandidaten Matthias Nicht ist in Lamspringe nicht unumstritten, denn es wird spekuliert, dass dessen Tischlerei-Handwerksbetrieb in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt und er deshalb kandidiert. Beweise für diese Behauptung sind aber bis dato nicht bekannt und auch nichts Neues, dass Selbstständigen bei deren Bewerbung für öffentliche Ämter solche Behauptungen angedichtet werden.

Der SPD-Kandidat Martin Hauk ist als Support & Field Service-Manager im Bereich Software und IT-Dienstleistungen tätig und wirbt damit, so die Verwaltung modern und bürgerorientiert in eine Art „Service-Center“ umbauen zu wollen.

Steffen Metzger ist beruflich als Sozialversicherungsfachmann mit Schwerpunkt gesetzliche Krankenversicherung und soziale Sicherungssysteme tätig. Im Wahlkampf verweist er auf diese berufliche Erfahrung, um seine Kompetenzen in Verwaltungs- und Strukturfragen zu unterstreichen.

Das Fazit des Abends

Ein wirklich gelungener Einstand von Steffen Metzger. Trotz der spürbaren Vorbehalte der Mitbewerber und eines überwiegenden SPD u. CDU – Publikums hat sich der AfD-Kandidat souverän präsentiert, Stärke bewiesen und gezeigt, dass mit ihm auf kommunaler Ebene zu rechnen ist.

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